Der DGFCAK (Drachen- und Gleitschirmflieger-Club-Aschau-Kampenwand) stellt sich vor


Wo man sich trifft

am Startplatz: Falls wir wetterbedingt warten müssen (parawaiting) gehen wir meist in die Sonnenalm (großes Berggasthaus mit viel Auswahl) oder zur Möslarn-Alm (gute Kuchen und Brotzeit).

am Landeplatz: Das Landegetränk gibt es beim Klettergarten, der normalerweise täglich geöffnet hat. Wer eine Kleinigkeit essen möchte, geht vor bis zum Biergarten am Naturfreibad.

 

Meist finden sich auch Fahrgemeinschaften, falls jemand sein Auto vom Parkplatz der Kampenwand-seilbahn zurückholen und nicht laufen möchte.

 

Café Pauli: Hier gibt's den schönsten Sonnenuntergang mit einem umwerfenden Blick auf die Kampenwand.

 

Stammtisch: Jeden ersten Donnerstag im Monat treffen sich die Kampenwandflieger zu ihrem Stammtisch – meist nach dem Fliegen beim Klettergarten oder im Winter in einer Aschauer Gaststätte. Details werden auf der Startseite bekanntgegeben.


Gemeinsam fliegen

Der Clubausflug findet normalerweise an Ostern statt. 

...und einiges mehr

Informativ

- Vortrag / Wanderung zu unseren Adlern im Priental

- Treffen mit der Bergwacht mit Übergabe unserer Sachspende

Sportlich

- Clubmeisterschaft im Juni/Juli bei passendem Wetter 

- Sicherheitstraining

Gesellig

- gemeinsamer Saisonstart 

- Hike And Fly

- Abfliegen

- offener Fliegerstammtisch



Kampenwandflieger berichten aus der Saison 2020

Auf nach Norden

von Claude

 

Naßkaltes Schmuddelwetter, Schneematsch, leere Klopapier-Regale im Supermarkt… ?? keine Ahnung, was das bedeuten sollte - das war alles soo weit weg, als ich Anfang März in Kolumbien einen meiner schönsten Flüge dieses Jahr gemacht habe. Dort war die Welt nämlich noch in Ordnung, es hab noch keinen einzigen bestätigten Covid-19-Fall in Südamerika und so konnten wir uns dort vollständig darauf konzentrieren, genug Sonnenmilch aufzutragen, ausreichend Wasser bei uns zu führen und natürlich zu fliegen :-)

 

Am 5. März haben wir den Tag in Jericó begonnen, einem bunten kleinen Kaffee-Städtchen auf 2000 m üNN (mit angenehmen 25°C). Ich bin in den letzten Jahren schon oft hier gestartet - aber immer nur nach Süd-Osten geflogen, da dort unser Hotel war. Was gibt es Schöneres, als direkt am Pool zu landen? Diesmal verlief unsere weitere Reiseroute und das nächste Hotel aber grob Richtung Medellín - und das liegt im Norden. Die letzen Tage waren ziemlich stabil, es war auch an dem Tag fast keine Wolke am Himmel, wir sind sehr spät (12h 30) gestartet und haben ansich damit gerechnet, daß wir direkt im Tal am LP einschweben, wo uns die Autos einsammeln - um dann für etwa 4,5 Stunden die Strecke bis ins nächste Hotel fahrend zu verbringen. Aber wie so oft im Fliegerleben kam es zum Glück anders, denn durch meinen Flug konnte ich die Autozeit auf 1,5 Stunden reduzieren. Geflogen bin ich leider die ganze Zeit alleine, da niemand meiner Route gefolgt ist.

 

Die ersten 30 Minuten waren wie erwartet zach…und ich war mit konzentriertem Soaren im Kessel bzw. knapp über Grad beschäftigt. Dann endlich ein Bart (bis auf 2200 m üNN) und die Entscheidung, die Flußseite des Caucas zu wechseln: Vom Gelände her sah es so aus, als müsste da die Thermik anstehen… Nach weiteren 5-6 Kilometern und wenig Höhe über Grund kamen dann die ersten rettenden Piepser aus meinem Vario. Viel länger hätte ich dort nicht fliegen können, ohne auf dem in Flugrichtung ansteigenden Plateau notzulanden oder umzudrehen. Das war für mich ein tolles Erlebnis, denn mein bewußt gefaßter Plan, genau diese eine Stelle anzufliegen, war aufgegangen. Eine schöne Bestätigung dafür, daß es nicht immer nur Glück ist, wie man den Flug verlängert. Ich hab mal wieder gemerkt, daß ich öfter an mich glauben sollte! 

 

Die nächsten 45 Minuten ging es mal im Gleiten nach unten, dann wieder thermisch hinauf. Was mir jetzt zu Gute kam, war, daß ich mich mittlerweile in einem Fluggebiet (LP ist in Bolombolo) befand, das ich schon kannte. Gerade, da ich nicht sehr hoch war (mein niedrigster Punkt war bei 1400 m) und ich nicht über die Berge sehen konnte, wie das Gelände dahinter ausschaut, hat mir die Ortskenntnis enorm geholfen, die richtigen Flugentscheidungen zu treffen. Eine Viertelstunde später überm SP bei Titiribí gab’s als Belohnung den Bart den Tages, der mich bis auf sensationelle 3000 m gebracht hat. Endlich war es angenehm kühl dort oben :-)

 

Der Cauca-Fluß lag jetzt etwa 5 km links von mir und fließt nach Norden, was genau meine Flugrichtung war. Dummerweise verläuft die einzige Straße dort auf der anderen Flußseite. Brücken? Fehlanzeige. Und da ich ab hier weder Ortskenntnis noch sensationelle Bärte hatte, habe ich mich für die sichere Variante (im Sinne der Weiterreise) entschieden. Also bin ich mit der vorhandenen Höhe soweit es ging weitergeflogen, habe mich dabei dem Cauca angenähert, ihn irgendwann gequert - und dabei noch geschaut, daß ich dort eine Landewiese finde! Dort hab ich dann noch ein wenig auf unsere Autos gewartet, das Wasser war mir schon ausgegangen und bei 35°C im Schatten hab ich mich etwas geärgert, daß ich nicht noch länger dort oben geflogen bin ;-) 

 

https://www.dhv-xc.de/leonardo/index.php?op=show_flight&flightID=1237454

 

Als ich eine Woche später planmäßig in Europa angekommen bin und der ganze Corona-Sch… erst richtig losging, war ich glücklich und dankbar, schon so manch schöne Flüge in 2020 gemacht zu haben. Besonders in Zeiten wie diesen zehre ich immer wieder von den Erinnerungen an meine Reisen, denn was man einmal erlebt hat, kann einem eben niemand mehr wegnehmen :-)

Fast geschafft !

oder: 

Flug nach Übersee, aber nicht in die Feldwies

von Andrea

 

So lange hab‘ ich gewartet am Anfang des Corona-Jahres 2020! Wollte gar kein Risiko eingehen, keinesfalls trampen müssen, nicht über die Grenze fliegen und auch nicht irgendeinen Bergwachtler beanspruchen: so ging sie los, die Saison 2020. Seufz...

 

Zuhause in meiner Sackgasse in Feldwies hab ich eine grandiose Landewiese vor dem Wohnzimmer-Fenster, wo sogar ein kleines Windfähnchen steht. Es zeigt neben der Windrichtung auch an: hier hätte niemals jemand etwas dagegen, wenn ich mit meinem Schirm landen würde.  Und meine Nachbarn wussten inzwischen alle, dass ich Gleitschirmpilotin bin und haben mir stolz und fröhlich erzählt, dass sie hier schon mal jemanden hätten landen gesehen und dass sie warten würden, dass ich das auch bald  mal mache...hmmmm: Ok, Dorschi, jetzt musst‘e liefern...

Per DHV-XC hab ich herausgefunden, wer das war, was der für 'nen Schirm hat, wie er heißt und was er sonst so kann. Puh! Und vor allem: dass er nicht etwa auf direktem Weg von der Kampenwand nach Übersee herübermachte, sondern quer über den See flog, bevor er hier ankam. Halleluja: ich würde es gerne auf dem „Landweg“ versuchen!

Also per pedes aufi zum Startplatz, aufi übers Gipfelkreuz, umi zur Platte, dort wie üblich viel zu wenig aufi um wirklich umi zu Gern zu fliegen – trotzdem probiert. Dann herumgegeiert über den Waldbuckeln zwischen Staudach und Bergen. Nach langem hin und her musste ich einsehen, dass es mehr Höhe nicht geben würde. Aber ein Blick in die Wolken in Richtung Übersee: das Flachland ist nicht aussichtslos, da stehen ein paar Cumuli. Die müssen ja irgendwo herkommen, also gibt’s auch Thermik. Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie!

 

Immerhin konnte ich mich bis nichtmal 300 m vor meine Wohnung hinaustasten ins Flache und kam dort sicher zum Landen. Ziel leider verfehlt, aber: ich muss nicht trampen, bin in 5 Minuten zu Fuß auf meiner Terrasse und nah bei meinem Kühlschrank J

Alles super!

Der Flug ist im XC -  so geht's ned: ...  


Vorstandschaft

Präsidentin  

Andrea Dorsch

andrea.dorsch@kampenwand-flieger.de

Vize-Präsident

Hermann Simbürger

hermann@simbuerger.de

 

Kassiererin

Gitti Schreiner

gitti.schreiner@kampenwand-flieger.de

und...

Klaus Wörndl (Geländewart)

Claude Spoor (Kommunikation und Homepage)

Till Gottbrath (Public Relations)

Gitti Schreiner (Adlermonitoring)

 

Miteinander am Berg: Neue Westen für unsere Bergwachtler

Mit einer Spende von 1500 Euro unterstützt der Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Aschau Kampenwand die Bergwacht Sachrang- Aschau. Die Kampenwand-Flieger zeigen sich damit dafür erkenntlich, dass ihnen und ihren Gästen die Bergwacht regelmäßig hilfsbereit und engagiert zur Seite steht. Vereinspräsidentin Andrea Dorsch und 2. Vorstand Uli Wolf, überreichten Hans Feistl, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Sachrang-Aschau, einen symbolischen Scheck.

Mit der sachgebundenen Spende wurden bereits neue Windstopper-Westen angeschafft. Diese Westen können während des ganzen Jahres getragen werden. Mit Stickerei, Aufdruck auf dem Rücken sowie dem markanten Dunkelblau-Rot ist es leicht möglich, die Bergwachtler im Einsatz zu erkennen.  Hans Feistl, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Sachrang-Aschau, bedankte sich bei den Kampenwand-Fliegern: „Wir wissen dieses Zeichen sehr zu schätzen und ich möchte mich hiermit im Namen unserer mehr als 60 Mitglieder bedanken.“  Laut ihrem Jahresbericht 2019 wurde die Bergwacht Bayern zu insgesamt rund 5000 Einsätzen gerufen. Gleitschirmfliegern wurde dabei 110 mal geholfen, Drachenfliegern vier Mal. Das heißt, der Flugsport verursachte insgesamt 2,28 Prozent aller Einsätze. In den meisten Fällen handelte es sich um leichte Verletzungen beim Start oder Landungen sowie ab und zu um so genannte Baumlandungen. Schwere Unfälle geschehen zum Glück nur sehr selten.

www.bergwacht-bayern.de/fileadmin/Downloads/Jahresrueckblick_2019.pdf

 

Den Gleitschirmfliegern aus Aschau stellte Feistl ein sehr gutes Zeugnis aus: „Bei den Baumlandungen fällt auf, dass die einheimischen Kampenwand- Flieger nur sehr selten betroffen sind. Es sind häufiger auswärtige Piloten, die direkt nach dem Start an der Kampenwand in die Bäume fliegen. Sie kennen entweder nicht die lokalen Besonderheiten oder schenken ihnen nicht genug Beachtung.“ Vereinspräsidentin Andrea Dorsch erklärte: „Für viele Menschen, die in den Bergen unterwegs sind, ist die Bergwacht "einfach da und hat zu helfen", wenn man danach ruft. Aber nicht alle wissen, wie viel persönliches Engagement dahintersteckt. Die Bergwachtler werden ja nicht nur bei Einsätzen aktiv, sie opfern einen großen Teil ihrer Freizeit für Ausbildung bzw. Bereitschaft. Mit dieser Spende wollen wir uns für das Engagement jedes Einzelnen und die selbstlose Hilfe bedanken. Vor allem wollen wir auch ein Zeichen der Anerkennung für das Ehrenamt setzen. Ein ganz großes Dankeschön!“ Weitere Informationen über die Bergwacht unter www.bergwacht-bayern.de/sachrang-aschau.html 

 

Pressebericht: Till Gottbrath

 


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- Jahresbeitrag Kampenwand-Flieger: 35 €

 

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- solltest Du bereits Einzelmitglied im DHV sein: (Jahresbeitrag derzeit 78 €) wirst Du über den DGCAK gemeldet     

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